In dieser Folge ist Senior Director, Co-Head of Artist Management und Managing Director von Harrison Parrott Munich Sabine Frank zu Gast.
Die Münchner Niederlassung der weltweit tätigen Künstleragentur Harrison Parrott betreut ein internationales Künstlerportfolio – von etablierten Dirigenten und Solisten bis hin zu aufstrebenden Nachwuchskünstlern am Beginn ihrer Karriere.
Im Gespräch geht es um die Frage, wie Künstlerkarrieren heute tatsächlich aufgebaut werden: Welche Rolle spielt eine durchdachte Programmentwicklung? Wie entstehen langfristige künstlerische Profile? Und wie begleitet ein internationales Management Künstler über viele Jahre hinweg durch die verschiedenen Phasen ihrer Laufbahn?
Eine Folge über langfristige Perspektiven, strategische Entscheidungen und darüber, warum nachhaltige Karrieren in der Klassik Zeit, Vertrauen und ein starkes Netzwerk brauchen.
🗣️ Themen des Gesprächs:
- Langfristige Künstlerentwicklung und Karriereplanung
- Zusammenarbeit zwischen internationalen Agenturstandorten
- Zukunftsversionen der Klassikbranche
Mehr über https://www.harrisonparrott.com/Harrison Parrot:
Wie lässt sich klassische Musik auch ohne staatliche Subventionen erfolgreich veranstalten? Zu Gast ist Andreas Schessl, Geschäftsführer der MünchenMusik Gruppe – einem der größten privatwirtschaftlich organisierten Klassikveranstalter Europas.
Mit rund 600 Veranstaltungen pro Jahr zeigt MünchenMusik, dass Kultur auch im for-profit Modell funktionieren kann. Im Gespräch geht es um die Frage, wie ein privat finanzierter Veranstalter im Klassikmarkt arbeitet, welche unternehmerischen Risiken damit verbunden sind – und welche Chancen sich daraus für Programmgestaltung, Publikum und Zukunftsfähigkeit ergeben.
🗣️ Themen des Gesprächs:
- Wie kann Kultur unabhängiger von staatlichen Subventionen werden?
- Die wirtschaftlichen Risiken eines privat organisierten Veranstalters
- Programmkonzeption für unterschiedliche Zielgruppen
- Zielgruppenansprache & personalisiertes Marketing
- Unternehmertum im Klassikmarkt: Zwischen Kulturauftrag und Wirtschaftlichkeit
📍 Über MünchenMusik:Die MünchenMusik Gruppe zählt zu den führenden Konzertveranstaltern im deutschsprachigen Raum. Als privatwirtschaftlich organisiertes Unternehmen realisiert sie jährlich rund 600 Veranstaltungen – von großen internationalen Orchesterkonzerten bis hin zu innovativen Crossover-Formaten. Damit ist MünchenMusik ein seltenes Beispiel dafür, wie Kulturangebote auch ohne öffentliche Subventionen erfolgreich umgesetzt werden können.
Karsten Witt ist Gründer und Geschäftsführer der Karsten Witt Musikmanagement GmbH und zählt seit Jahrzehnten zu den prägenden Persönlichkeiten des internationalen Klassikmanagements. Zuvor war er unter anderem Gründer der Jungen Deutschen Philharmonie, Intendant des Konzerthaus Wien, Senior Vice President bei Deutsche Grammophon sowie künstlerischer Leiter des Southbank Centre in London. In all diesen Funktionen bewegte er sich an der Schnittstelle von Kunst, Markt und Institutionen – national wie international.
Im Gespräch spricht Karsten Witt offen über die Erwartungshaltungen junger Künstler an ihre Karrieren, über die Realität hinter dem Aufnahmeprozess in eine Künstleragentur und über die Frage, wie langlebig das klassische Agenturmodell in einer sich verändernden Branche noch ist. Dabei geht es auch um Existenzängste im Klassikmarkt, um Verantwortung im Management und um die strukturelle Zukunft der Klassikbranche insgesamt.Eine Folge, die Einblicke in Machtstrukturen, Entscheidungsprozesse und Perspektiven gibt – und deutlich macht, warum Karrierewege in der Klassik selten linear verlaufen.🗣️ Themen des Gesprächs:
- Erwartungshaltungen junger Künstler an ihre Karriere
- Aufnahmeprozesse und Selektionsmechanismen von Künstleragenturen
- Langlebigkeit und Wandel des Geschäftsmodells Agentur
- Existenzängste und wirtschaftliche Realität im Klassikmarkt
- Zukunft der internationalen Klassikbranche
Die German Gents verbinden klassischen Gesang mit moderner Pop- und Entertainmentästhetik und erreichen damit ein Millionenpublikum auf Social Media. Mit über 700.000 Followern auf TikTok und 200.000 auf Instagram haben sie sich unabhängig von traditionellen Strukturen eine internationale Fanbase aufgebaut. Neben kreativen Kooperationen mit GeloRevoice® und Viva con Agua sorgte auch ein Auftritt beim NFL Spiel in Berlin für Aufmerksamkeit.
Das Gespräch mit Raphael Riebesell und Marcel Raschke, zwei der vier German Gents, beleuchtet Chancen und Widerstände im Klassikmarkt, persönliche Existenzängste junger Musiker – und wie sich Tradition, Entertainment und Unternehmergeist verbinden lassen. Eine Folge die inspiriert klassische Musik neu zu erzählen.🗣️ Themen des Gesprächs:
- Viralität und Social-Media-Erfolg im Klassikbereich
- Voreingenommenheit und Gatekeeping im klassischen Musikmarkt
- Existenzängste und Realität junger professioneller Musiker
- Aufbau von Partnerschaften & Markenkooperationen
🗣️ Themen des Gesprächs:
- Die Entwicklung des Notengeschäfts im internationalen Klassikmarkt
- Print-Ausgaben vs. digitale Noten
- Die Henle Library App mit über 100.000 Nutzern
- Differenzierung durch wissenschaftliche Herangehensweise und Urtext-Qualität
Dr. Norbert Gertsch ist Geschäftsführer des G. Henle Verlags, einem der weltweit führenden Musikverlage für Urtext-Notenausgaben. Im Gespräch gibt Dr. Gertsch tiefe Einblicke in die Entwicklung des internationalen Notengeschäfts: von historischen Geschäftsmodellen über den Wandel durch Digitalisierung bis hin zu der Frage, wie sich höchste editorische Qualität in einer zunehmend digitalen Welt behaupten lässt. Eine Folge über Tradition und Innovation, wissenschaftliche Präzision – und die Zukunft musikalischer Quellen zwischen Papier und App. Der G. Henle Verlag wurde 1948 gegründet und steht seit Jahrzehnten für höchste Urtext-Qualität, basierend auf musikwissenschaftlicher Forschung und kritischer Quellenarbeit. Mit einem umfangreichen Katalog zentraler Werke der klassischen Musik sowie der Entwicklung der Henle Library App, die inzwischen über 100.000 Nutzer zählt, verbindet der Verlag editorische Exzellenz mit digitalen Nutzungskonzepten für Musikerinnen und Musiker weltweit.
🗣️ Themen des Gesprächs:
- Aufgabenprofil einer Künstleragentur: zwischen Management, Strategie und Vermittlung
- Das Geschäftsmodell einer Künstleragentur im internationalen Klassikmarkt
- Wirtschaftlichkeit vs. künstlerische Substanz: Konflikt oder notwendige Ergänzung?
- Fokus und Positionierung innerhalb der Künstlerliste
- Die Schattenseiten der Klassikbranche: Druck, Abhängigkeiten und Unsichtbares
- Verantwortung von Agenturen
Arnold Simmenauer ist Geschäftsführer der Impresariat Simmenauer GmbH einer international tätigen Künstleragentur mit Fokus auf Kammermusikensembles und Solisten. Im Gespräch gibt Arnold Simmenauer tiefe Einblicke in die Arbeit einer Künstleragentur: von Geschäftsmodellen und wirtschaftlichen Realitäten über strategische Künstlerentwicklung bis hin zu den weniger sichtbaren Schattenseiten der Klassikbranche. Eine Folge über Marktmechanismen, Idealismus, Verantwortung – und die Frage, wie Substanz und Wirtschaftlichkeit zusammengehen können.Gegründet 1989 von Sonia Simmenauer, entwickelte sich die Agentur Impresariat Simmenauer GmbH schnell zu einem der international führenden Häuser für Ensembles, Solisten, Dirigenten und Kammermusikprojekte. Nach dem Umzug von Hamburg nach Berlin im Jahr 2009 und dem generationellen Wechsel der Leitung an ihren Sohn Arnold Simmenauer steht das Impresariat heute für umfassende künstlerische Betreuung, strategische Entwicklung und ein weltweites Netzwerk zu Veranstaltern, Festivals, Orchestern, Opernhäusern und Labels.
🗣️ Themen des Gesprächs:
- Kammermusik seit 20 Jahren: Die Entstehung des Goldmund Quartetts
- Die erste Agentur, HarrisonParrot
- Wirtschaftliches Setup & internationale Koordination eines Ensembles
- Gagen, Einnahmen & realistische Finanzierungsmodelle für Streichquartette
- Der Kammermusikmarkt: Strukturen, Chancen & Veränderungen
- Europa vs. USA: Zwei Märkte, zwei Systeme?
- Private vs. staatliche Finanzierung im Kulturbereich
- Ticketpreise & ökonomische Zusammenhänge im Konzertbetrieb
- Der eigene Förderverein: Warum ihn ein Quartett braucht
- Das Goldmund Festival: Vision, Aufbau & Zukunft
„Das Goldmund Quartett – Florian Schötz (Violine), Pinchas Adt (Violine), Christoph Vandory (Viola) und Raphael Paratore (Violoncello) – zählt zu den prägenden Streichquartetten seiner Generation. Die vier Musiker kennen sich seit ihrer Kindheit und spielen seit fast zwanzig Jahren in unveränderter Besetzung zusammen. Mit internationalen Wettbewerbsgewinnen, herausragenden Albenveröffentlichungen und Tourneen durch die bedeutendsten Musikmetropolen hat sich das Quartett in den vergangenen Jahren als feste Größe im globalen Kammermusikbetrieb etabliert. 2024/25 folgen Debüts bei renommierten Festivals, eine umfangreiche US- und Japan-Tournee sowie das eigene Goldmund Festival und die neu gegründete Goldmund Academy.
Operabase ist mit rund 300.000 gelisteten Künstler*innen und 6 Millionen Nutzer*innen die reichweitenstärkste Datenplattform im Klassikbereich. Sie erfasst Opernproduktionen, Konzerte, Musicals und Ballette weltweit – und dient Opernhäusern, Orchesterinstitutionen, Agenturen und Kulturschaffenden als zentrales Recherche- und Castingtool. Der immense Metadatenschatz der Plattform zeigt internationale Trends, Repertoireentwicklungen und künstlerische Bewegungen wie kaum eine andere Quelle.
Ulrike Köstinger ist seit 2023 CEO von Operabase, der weltweit führenden Datenplattform für Oper, Konzert, Musical und Ballett. Ihr beruflicher Weg – von Praktika bei den Salzburger Festspielen und der Mailänder Scala über ihre Tätigkeit als Brand Managerin bei L’Oréal bis hin zum Aufbau des Streamingdienstes CueTV – führt sie heute an die Spitze eines Unternehmens, das seit 30 Jahren die internationale Klassikwelt prägt.
🗣️ Themen des Gesprächs:
- Beruflicher Werdegang: Von der Mailänder Scala zur Tech- & SaaS-Branche
- Operabase: Was macht die Plattform seit 30 Jahren so relevant?
- Leistungsumfang & Metadaten: Künstlerprofile, Repertoire, Produktionen, Trends
- Ökonomische Struktur: Wie finanziert sich Operabase als SaaS-Unternehmen?
- Operabase als digitaler Kulturberater: 6 Mio. Nutzer*innen & ihre Bedürfnisse
- Klassik digital erleben: Chancen, Risiken & neue Publikumsstrukturen
- Führt KI zu einem Kulturboom?
- Welche Geschäftsmodelle in der Klassik sind wirklich nachhaltig?
- Private Funding & Finanzierung im internationalen Kontext
Vom lokalen Musikfestival zur international beachteten Plattform: Der Heidelberger Frühling hat sein Profil konsequent erweitert und vereint heute Formate wie das Liedfestival, Streichquartettfest, Kammermusik Plus, den Wettbewerb „Das Lied“ und die Classic Scouts. Im Zentrum steht dabei weiterhin das Musikfestival selbst, das seit der Saison 2022/23 vom Pianisten Igor Levit als Co-Künstlerischem Leiter gemeinsam mit Thorsten Schmidt geprägt und weiterentwickelt wird.
📍 Über den Heidelberger Frühling:Mit einem Etat von rund 5,3 Millionen Euro und einem außergewöhnlich hohen Anteil privater Fördermittel ist der Heidelberger Frühling ein Sonderfall in der deutschen Kulturlandschaft. Wo viele Festivals überwiegend staatlich finanziert sind, gelingt es hier, regionale Unternehmen und private Unterstützer aktiv einzubinden – ein Modell, das für große Anerkennung sorgt und beispielhaft zeigt, wie nachhaltige Kulturförderung gelingen kann.
🗣️ Themen der Folge:
- Die Entstehung und Weiterentwicklung des Heidelberger Frühlings
- Die Aufgabe eines modernen Musikfestivals
- Audience Development & Publikumsbindung
- Wandel der Publikumsinteressen im Laufe der Zeit
- Finanzierung & private Förderpartnerschaften
- Klassikfestivals als ortsunabhängiges Lizenzmodell
Wie schafft es das Konzerthaus Dortmund, Musik für alle zugänglich zu machen? Seit 2018 leitet Dr. Raphael von Hoensbroech als Geschäftsführer & Intendant das Konzerthaus Dortmund. In diesem Gespräch geht es um die spannende Frage, wie ein modernes Konzerthaus in Zeiten des Wandels erfolgreich bleibt – kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich.
